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Gedichte


Blaue Augen

Gedichte

Blaue Augen,
grüne Augen,
schwarze Augen,
braune Augen,
graue Augen,
helle Augen,
dunkle Augen,
runde Augen,
schmale Augen,
Mandelaugen,
deine Augen,
meine Augen,
unsere Augen

blicken in die Welt ...

Aus: Hans-Joachim Gelberg (Hrsg.): Wo kommen die Worte her?, Beltz & Gelberg, 2011
Aus: Ursula Remmers und Ursula Warmbold (Hrsg.): Meine Feste, deine Feste, kleine Feste. Reclam, 2013

 


Deine Hand

Gedichte

Deine Hand in meiner Hand.
Du kleine Hand.
Deine Arme um meinen Hals.
Deine Beinchen umklammern mich.
"Ich Affe und du Mutter-Affe",
hast du gesagt,

Aus: Hans-Joachim Gelberg (Hrsg.): Großer Ozean. Gedichte für alle. Beltz & Gelberg, 2000

 




Heimatlos

Gedichte

Gedicht 1993

Heimatlos

Der Heimatlose ist ein Reisender,
der in fremden Hotels aus dem Koffer lebt,
an neuen Stränden nach Muscheln sucht,
und in den Gesichtern das Vertraute,
das Lächeln und etwas Liebe.

Aus: Mir fremd, doch nah. Vom Miteinander in Hessen. Ein Lesebuch. Hrs. von Hans Eichel, Frankfurt/M., Insel 1993
Und aus: Literatur des 20. Jahrhunderts, Peter Bekes und Volker Frederking, Schroedel Verlag, 2000


Wer ist Anaeli?

Gedichte

Anaeli hat kein Zuhause
Anaeli hat kein Bett
Anaeli ist allein
Anaeli ist klein
Anaeli hat Hunger
Anaeli friert
Anaeli hat Angst
Anaeli hat Wunden
Anaeli hat Schmerzen

Wer passt auf Anaeli auf?
Wergibt Anaeli zu essen?
Wer bringt Anaeli zum Arzt?
Wer tröstet Anaeli?
Wer schickt Anaeli in die Schule?
Wer nimmt Anaeli in den Arm?

Die Leute sagen:
Straßenkinder sind schmutzig
sind kleine Diebe
sie stinken und sind faul
sie sind Abfall
zu nichts zu zu gebrauchen
du kannst mit ihnen machen was du willst!
kein Hahn kräht nach ihnen.

Anaeli ist allein!

Aus: Hans-Joachim Gelberg (Hrsg.): Großer Ozean. Gedichte für alle. Beltz & Gelberg, 2000

 


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NASRIN SIEGE