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Rezension zu "Der Honigvogel"

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Regina Riepe vom Peter Hammer Verein für Literatur und Dialog e.V. hat den "Honigvogel" als Buch des Monats vorgestellt und dazu die folgende Rezension veröffentlicht:

12 Vorlesegeschichten erzählen vom Kinderalltag in Afrika.

Wie leben Kinder in Afrika?
Kinder sind neugierig und offen, wenn es um das Leben in anderen Teilen der Welt geht. Doch es gibt nur wenige Bücher in Deutschland, die diese Neugierde von Kindergarten- und Grundschulkindern befriedigen – und wenige AutorInnen, die einfühlsame, einfache Geschichten für diese Altersgruppe schreiben. Nasrin Siege ist eine von ihnen. Sie erzählt in diesem Buch von den Spielen der Kinder, von besonderen Momenten wie dem Singen an fremden Haustüren am Neujahrstag, aber auch von Kindern, die Mangos an Touristen verkaufen und solchen, die mit ihren Eltern betteln müssen. Es wird keine heile Welt beschworen. Wie wichtig ist es doch, Wasser zu haben – und wie mühsam, es an der Wasserstelle zu holen. Kaum vorstellbar, kein Essen im Vorratsschrank zu haben, sondern es jeden Tag immer wieder neu besorgen zu müssen: durch Betteln, Schuhe putzen oder den Verkauf von Früchten am Stopp der Reisebusse. „Von der Hand in den Mund leben“, das bekommt hier eine eindringliche Bedeutung. Viele Fragen bleiben offen: Wie kann es sein, dass ganze Familien draußen auf einer Verkehrsinsel leben, mitten in der Stadt? Warum haben manche Eltern nicht das Geld, um ihre Kinder zur Schule zu schicken? Und ist es nun gut oder schlecht, wenn die reiche Frau jeden Montag alle Schuhe der Familie von den Schuhputzjungen vor dem Supermarkt putzen lässt? Warum macht sie das denn nicht selber? Die Erzählungen von Nasrin Siege laden junge Leser und Zuhörer zum Nachdenken ein, statt vorschnelle Antworten und Werturteile abzugeben. Und oft möchte man einfach mitspielen, auch einmal das Baby auf dem Rücken tragen oder das neue Kälbchen von Abdi sehen, das einen weißen Stern auf der Stirn hat.

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Gemeinsam für Afrika

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Am Mittwochabend, 16. November, feierten die Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule das große Finale des bundesweiten Schulwettbewerbs von Schulen – GEMEINSAM FÜR AFRIKA zum Thema Frieden. Als Hauptpreis wurden die Dialogprojektschülerinnen und -schüler des Gymnasiums zu einer feierlichen Ehrung in ihrer Schulaula eingeladen.

Zu Gast waren Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche und Jugendbuchautorin Nasrin Siege, die das herausragende Engagement der Jugendlichen im Rahmen ihres Dialogprojekts mit der Mwanga High School (Tansania) mit einer Laudatio und der Lesung eines Ausschnitts aus dem Jugendbuch Sombo würdigten.


Tipp der Woche - Der Honigvogel

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Tipp der Woche: Geschichten über Kinder in Afrika

Von Catrin Frerichs vom 09.10.2016 / Weser Kurier

Der Honigvogel - Geschichten aus Afrika von Nasrin Siege (Text) und Barbara Nascimbeni (Illustration), Razamba-Verlag, Frankfurt am Main, 2016, 78 Seiten, 13,90 Euro, für Leser ab sieben Jahren (Razamba Verlag, dpa)

Wie geht es eigentlich anderen Kindern auf der Welt? Was erleben sie, wovon träumen sie? Davon handelt das neue Buch „Der Honigvogel“ von Nasrin Siege. Darin erzählt sie in zwölf Geschichten von Abdi, Eyub, Beti und anderen Kindern aus Afrika. Obwohl sie auf einem anderen Kontinent leben, ähneln sie den Kindern in Deutschland in ihren Gefühlen und Wünschen. Auch sie freuen sie sich über ein neugeborenes Tierkind oder bekommen bei Hunger schlechte Laune.

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Der Honigvogel

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Geschichten aus Afrika

Bilder von Barbara Nascimbeni

Cover

Razamba Verlag Frankfurt am Main

ISBN: 978-3941725409

Gebunden, 86 Seiten mit 12 Zeichnungen

13,90 Euro

Erschienen 01.07.2016

Baba, Davy und der Honigvogel brauchen einander: Der Vogel kann den Honig nicht ernten, und ohne den Vogel würden Baba und Davy das Bienennest im Wald nicht finden. Das bedeutet auch: Baba und Davy müssen etwas abgeben vom Überfluss, den sie dem Honigvogel verdanken.

Mit den 12 Vorlesegeschichten und den wunderbaren Illustrationen von Barbara Nascimbeni lade ich meine kleinen und großen Zuhörer ein, Afrika näher kennen zu lernen.
Eine kleine Kostprobe finden Sie in der Online-Lesung zum internationalen Tag des afrikanischen Kindes.

In ihrer Besprechung schreibt Regina Riepe vom Peter Hammer Verein für Dialog und Literatur: "Es sind keine Elendsgeschichten, die hier aus Afrika erzählt werden, das würde den Menschen Unrecht tun. Stattdessen spricht eine tiefe Menschlichkeit aus ihnen, eine Großzügigkeit im Miteinander, die jeder kennt, der einmal in einem afrikanischen Land gelebt hat und die auch den hungrigen Straßenhund mit einschließt, dem das bettelnde Kind etwas von seinem Brot abgibt. Und den Honigvogel, der seinen Teil von der Honigwabe bekommt, nachdem er die Menschen zum Bienennest geführt hat...."
Die gesamte Besprechung finden Sie in der Kategorie Resonanz.


Rezension von "Shirin - Wo gehöre ich hin?" in der Süddeutschen Zeitung

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Nasrin Sieges Erlebnisse als Migrantenkind in den Sechzigerjahren unterscheiden sich nicht sehr vom Schicksal syrischer Flüchtlingskinder heute.

Angestarrt werden - das stört die elfjährige Shirin am meisten. Mit der Kälte und dem Wind in Hamburg kann sie leben, dagegen hilft ihr warmer neuer Mantel. Doch immer diese Blicke und die Fragen: Wo kommt ihr her? Warum seid ihr hier? Manchmal möchte sie am liebsten unsichtbar sein in dieser Stadt, wo alle Menschen eine hellere Haut haben und blond sind. ...

Eine Rezension zu Shirin vom 20. August 2015 von Regina Riepe in der Süddeutschen Zeitung.


Die Spur des Elefanten

Bücher Resonanz

Cover von Niklas Schütte

Cover

Verlag Razamba

ISBN: ISBN: 978-3941725294

Flexibler Einband: 164 Seiten

12,90 Euro

Erstausgabe 01.03.2014

Die spannende Geschichte zweier Jungen, die sich im afrikanischen Busch auf die Suche nach rücksichtlosen Wilderern machen. Und ein Buch über den Selous Nationalpark in Tansania, seine Tierwelt und die Menschen, die dort leben.

Am liebsten schleichen sich Zawadi und Omari in den Nationalpark, um die Tiere zu beobachten: den schlauen Honigvogel, Antilopen und Affen oder – wenn sie sicher auf dem Tamarindenbaum sitzen – Elefanten und Büffel. Seit der Naturpark eingerichtet wurde, ist es verboten, das Wild zu jagen. Das erregt auch den Unmut der Dorfbewohner, denn sie haben Angst vor dem menschenfressenden Löwen, und die Elefanten zerstören die Felder. Eines Tages werden von den Wildhütern die Überreste eines Elefanten gefunden. Ist Omaris Vater, auf den der Verdacht fällt, wirklich der Wilderer? Die beiden Jungen wollen die Wahrheit herausfinden und dabei geschieht fast ein Unglück.

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Rezension von "Ich kehre zurück, Dadabè"

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Mit authentischem Leben gefüllt

„Ich kehre zurück, Dadabé“

von Tordis Schuster

Zugegeben: Es ist etwas beschwerlich, anzukommen im Dorf Morakondro in Madagaskar, in dem die Protagonistin dieses Buches lebt. Todisoa, genannt Toddy, ist die älteste Tochter einer fünfköpfigen Familie, den Großvater Dadabé mit eingerechnet. Ihre Welt balanciert zwischen ethnischen Riten, Mythen und Geschichten und der immer präsenten Natur, Bedrohung und Ernährerin in einem, Schutz und Spielort kindlicher Fantasie.

Doch es lohnt sich, dort hinein zu schlüpfen. Hat man sich erst eingelebt, geht man neben Toddy durch den sagenumwobenen Wald zur Schule, hilft der Mutter beim Kochen, liebt Fliegennetze und wünscht sich genauso wie Todisoa, das Riesenrad in der großen Stadt zu sehen.

Kaum in dieser Welt angekommen, zerstört ein Sturm das Haus der Familie und damit Toddys bekanntes Leben. Die Geschichte beginnt, wir müssen mit. Toddys Vater will mit seiner Familie sein Glück in der Stadt versuchen - gegen den Willen der Mutter, der Kinder, trotz Warnungen der Dorfbewohner. Dass das sicher nicht gut gehen wird, rufen auch wir dem Vater zu. Doch der will nicht hören.

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Ein Löwe namens Hunger

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Ein Löwe namens Hunger , von Anne Spitzner/Librikon.de

Nasrin Siege / Barbara Nascimbeni: Wenn der Löwe brüllt

Wenn der Löwe brüllt, haben die Kinder Hunger. Doch anders als die meisten Kinder hierzulande haben Bilali und Emanuel, die beiden Hauptfiguren dieses Buches, kein Essen, um den Löwen zufriedenzustellen – Emanuel und Bilali sind Straßenkinder in einer namenlosen afrikanischen Stadt. Wenn für sie der Löwe brüllt, müssen sie betteln gehen oder hart arbeiten, und dabei begegnen ihnen nicht nur freundliche Menschen, sondern in der überwiegenden Mehrheit unfreundliche Zeitgenossen und sogar Diebe, die ihnen ihr hart verdientes Geld gleich wieder wegnehmen.

Dass diese Geschichte nicht nur traurig ist, verdankt sie dem unerschütterlichen Optimismus ihrer beiden Protagonisten, die sich weder vom Hunger noch vom Elend unterkriegen lassen, sondern unbeirrt weiter von einem besseren Morgen träumen. Aber den größeren Verdienst an der trotz der traurigen Umstände vorhandenen Fröhlichkeit der Geschichte haben eindeutig die bunten Bilder von Barbara Nascimbeni, auf denen es so viel zu entdecken gibt, dass man schon mal vergessen kann, dass man eigentlich gerade zwei hungrigen Kindern durch die Straßen folgt.

„Wenn der Löwe brüllt“ ist eine schöne Möglichkeit, den hiesigen, mehr oder weniger verwöhnten, im Vergleich mit Bilali und Emanuel jedoch recht glücklichen Kindern klarzumachen, dass es andere auf dieser Welt gibt, denen es nicht so gut geht wie ihnen.

Und trotz dieser wichtigen Botschaft sind Emanuel und Bilali keine kleinen Moralapostel mit erhobenem Zeigefinger, sie sind und bleiben Kinder, die lachen, spielen und herumtollen – Kinder, deren ständiger Begleiter ein Löwe namens Hunger ist.


Geschichten vom Fluss

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Ein Interview - ORF Österreich

Geschichten vom Fluss

"Durch ihre Heirat mit einem deutschen Entwicklungshelfer kam die in Teheran geborene Schriftstellerin Nasrin Siege 1983 zum ersten Mal nach Afrika,
wo sie zwölf Jahre lang gelebt und u. a. den Verein "Hilfe für Afrika" gegründet hat. Derzeit lebt sie in Madagaskar. ..."

So beginnt das Interview mit mir, das Heinz Janisch für die Sendereihe des ORF - Menschenbilder - im Januar 2006 führte.

Auszug: "Ich will Nähe herstellen", sagt die Autorin. Was ihr in Büchern gelingt, beschreibt ein Kritiker so: "Diese Literatur schafft das, was Wissen allein nie zuwege bringt: sich in andere Leben einzufühlen und damit Fremdheit zu verringern".

Eine Zusammenfassung des gesamten Interviews lesen Sie hier.


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