26.06.2020
Veranstaltungen
In Namibia
2020 hatte für mich als Autorin sehr vielversprechend begonnen. Während meines Aufenthalts in Namibia im Februar hatte ich - zusammen mit meiner kleinen Brückenbauerin und Assistentin "Ella"- eine sehr lebendige und schöne Lesung für die Erstklässler der Waldorfschule in Windhoek erlebt.



Jedes Kind bekam sein eigenes Exemplar von "Come stay with me" (gespendet von Hilfe für Afrika e.V.) und während ich ihnen den Text vorlas, blätterten sie mit, schauten sich die Bilder von dem wunderbaren südafrikanischen Illustrator Subi Bosa an, sprachen die englischen Worte nach, stellten Fragen und gaben ihre Kommentare ... Sehr lebendig war das!
Und sie freuten sich über das eigene Buch, in das ich ihre Namen schrieb ...

Wieder in Deutschland
Ab März und über das ganze Jahr 2020 verteilt warteten Lesungen, Schreibwerkstätten und Veranstaltungen in Deutschland auf mich. Doch leider kam Corona dazwischen und brachte alles und alle zum Stillstand, so auch mich und meine Planung.
Im März konnte ich noch zwei Lesungen durchführen. Sie fanden am 11.3. 2020 im Mehrgenerationenhaus Bürgerzentrum Aschenberg/Fulda statt.
... das waren sehr schöne Lesungen und auch hier war Ella dabei, zusammen mit Lisa vom Mehrgenerationenhaus ...
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23.06.2020
Weiterführende Links
21.06.2020
Sonstiges Projekte
Kennen gelernt habe ich Barbara Nascimbeni 2002 in Tansania. Sie hatte über eine Freundin erfahren, dass ich in Dar-es-Salaam lebte, wußte von meinen Büchern, den Straßenkindern und kontaktierte mich nun, um sich mit mir zu treffen. Aus dieser Begegnung wurde Freundschaft! Die Situation der Straßenkinder ging Barbara sehr nahe und in den folgenden Jahren, wenn immer wir uns in Deutschland oder auf Skype trafen, kamen wir darauf zurück. Als ich Barbara von meiner Geschichte Wenn der Löwe brüllt erzählte, sagte sie spontan, dass sie sie gerne illustrieren würde. Obwohl wir noch keinen Verlag für die Geschichte hatten - sie handelt von einem Tag im Leben von zwei kleinen Straßenjungen - machte Barbara sich an die Arbeit.
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01.05.2020
Video + Audio
Wer Madagaskar kennt, hat Mädchen wie Todisoa und ihre Familie beim Lesen von Ich kehre zurück, Dadabé vor Augen.
In dem Video "Mein Lieblingsbuch zum Thema Madagaskar ... " wird davon berichtet.
14.04.2020
Video + Audio
Mein Buch "Asni" ist am 5. März 2020 im Ulrike Helmer Verlag erschienen.
Zu dem Buch gibt es diesenTrailer
Da das Buch "Asni" während des Höhepunkts der Kontakt-Einschrankungen durch die Corona-Pandemie erschien, fand die Premieren-Lesung am 14.4. 2020 als Online-Lesung statt.

13.06.2019
Auszeichnungen
Andere Kulturen verstehen
"Andere Kulturen verstehen" - so lautete das Thema des Kinderbuchpreises, den die Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Barbara John, für 1994 ausgeschrieben hatte.
Als ich von Barbara John einen Brief in Tansania - wo ich gerade lebte - erhielt und erfuhr, dass ich zu den Preisträger:innen gehörte, war die Freude groß!
Die Preisverleihung fand am 25. November 1994 im Werkstatt der Kulturen in Berlin statt.

Zusammen mit Werner J. Egli ("Der Adler und sein Fänger") und Yüksel Pazarkaya ("Kemal und sein Widder"), gehörte ich mit meinen Büchern "Sombo, das Mädchen vom Fluss" und "Wie der Fluss in meinem Dorf (Verlag Beltz & Gelberg) zu den drei Preisträgern.
In ihrer Rede zu mir, zitierte Barbara John diese Passagen aus meinem Brief an sie:
"An das Wandern zwischen den Kulturen habe ich mich gewöhnt. Jugendbücher, die Verständnis für andere Kulturen wecken, sind mir deshalb ein besonderes Anliegen ... " . - "Als Kind habe ich mich oft darüber geärgert, dass fremde Kulturen in Jugendbüchern entweder als exotisch oder als Kulisse für den weißen Helden oder ganz einfach lächerlich gemacht wurden."
Hier ein Auszug aus der Rede von Barbara John:
"Nasrin Siege, im Iran geboren, seit 1983 fast ununterbrochen in Tansania oder Sambia, schreibt anders - ernster, realistischer, distanzloser. Das ergibt sich schon aus der Perspektive: Die Ich-Erzählerin Sombo ist zwölf, dreizehn Jahre alt, also in einer problematischen Reifungsphase. Sie bemüht sich um Genauigkeit und Ehrlichkeit, nicht um Effekte. Die Ausdrucksweise ist schlicht; kurze, leicht überschaubare Sätze prägen den Stil. Beide Erzählungen sind durch die gemeinsame Hauptfigur miteinander verbunden, aber auch allein verständlich." ... " ... Das Buch ... besticht durch seine Menschlichkeit. Es harmonisiert nicht; aber es malt auch kein Horrorbild; es zeigt die Welt in kräftigen Farben, mit Licht und Schatten. Dabei kommt es auf weite Strecken ohne Sensation aus. Das Einfache, nicht das Simple, ist ein Wesens- und Qualitätsmerkmal des Kinderbuches. Je älter die Leser werden, umso mehr kann ihnen eine komplexe Darstellung zugemutet werden ..."

01.04.2019
Projekte
Im Januar 2006 begann ich mit der Beratung und der finanziellen Unterstützung - durch Hilfe für Afrika e.V. - einer Initiative der Bewohner des Dorfes Ambohimandroso. Der folgende Text bezieht sich auf den Zeitraum 2006 bis 2009.
I - Das Schulprojekt:

Das Dorf liegt auf einem der vielen Hügel Antananarivos. Hier gibt es viele schulpflichtige Kinder, die nicht in die Schule gehen, da sie keine Geburtsurkunden haben. Um ihren Kindern eine Primarschulsausbildung zu ermöglichen, hat eine Gruppe der Eltern die Initiative unternommen und ein kleines Schulgebäude gebaut. Das Grundstück hat einer der Dorfbewohner zur Verfügung gestellt. Ermutigt durch die Unterstützung von Seiten des deutschen Vereins und nach vielen Gesprächen, haben die Eltern sich die Geburtsurkunden ihrer Kinder besorgt und aus der Grundschule ist eine Vorschule geworden. Die Eltern zahlen einen kleinen monatlichen Beitrag und finanzieren so einen Teil des Lehrergehalt. Den anderen Teil und die Kosten für das Schulmaterial finanziert Hilfe für Afrika e.V.

Der weitere Beitrag von Hilfe für Afrika e.V.
Hilfe für Afrika wird die Vorschule bis Januar 2008 finanzieren und gleichzeitig versuchen, eine im Lande stationierte Hilfsorganisation für die langfristige Beratung und Finanzierung der Schule zu gewinnen.
II - Das Ausbildungsprojekt:
In Ambohimandroso lebt eine große Zahl von jungen Erwachsenen, die den Wunsch haben, neben der Landwirtschaft ein Handwerk zu erlernen. Sie haben, zusammen mit der oben erwähnten Elterngruppe ein eigenes Projekt ins Leben gerufen:
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09.10.2016
Resonanz
Tipp der Woche: Geschichten über Kinder in Afrika
Von Catrin Frerichs vom 09.10.2016 / Weser Kurier
Der Honigvogel - Geschichten aus Afrika von Nasrin Siege (Text) und Barbara Nascimbeni (Illustration), Razamba-Verlag, Frankfurt am Main, 2016, 78 Seiten, 13,90 Euro, für Leser ab sieben Jahren (Razamba Verlag, dpa)
Wie geht es eigentlich anderen Kindern auf der Welt? Was erleben sie, wovon träumen sie? Davon handelt das neue Buch „Der Honigvogel“ von Nasrin Siege. Darin erzählt sie in zwölf Geschichten von Abdi, Eyub, Beti und anderen Kindern aus Afrika. Obwohl sie auf einem anderen Kontinent leben, ähneln sie den Kindern in Deutschland in ihren Gefühlen und Wünschen. Auch sie freuen sie sich über ein neugeborenes Tierkind oder bekommen bei Hunger schlechte Laune.
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09.04.2014
Projekte
Seit 2012 unterstütze und engagiere ich mich in der jungen äthiopischen NRO TOGETHER!, die wir – eine Gruppe von Äthiopiern und Deutschen in Addis Abeba - ins Leben gerufen haben und die im März 2013 offiziell registriert wurde.
Seit März 2013 unterstützt Hilfe für Afrika e. V. die NRO auch finanziell.

Für die Jahre 2013 – 2015 möchten wir im Rahmen unseres Projektes die Chancen von sehgeschädigten Menschen in Rehabiltation, Bildung und Beruf in Äthiopien wesentlich verbessern:
Das Projekt beruft sich auf die gleichen Rechte aller Menschen auf Bildung, Beteiligung, Arbeit und gesunde Entwicklung. Blinde Menschen in Äthiopien erfahren, aufgrund ihrer eingeschränkten Sehfähigkeit, fast durchgängig Marginalisierung und Benachteiligung. Viele von ihnen leben in großer Armut.
Auffallend ist in dieser Bevölkerungsgruppe die hohe Motivation etwas zu lernen, um dem Kreislauf von Behinderung und Armut zu entrinnen.

TOGETHER! möchte Menschen mit Sehbehinderung durch verschiedene miteinander verknüpfte Projektkomponenten hierbei praktisch unterstützen und mit ihnen neue Persepktiven schaffen.
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27.06.2012
Resonanz
Ein Löwe namens Hunger , von Anne Spitzner/Librikon.de
Nasrin Siege / Barbara Nascimbeni: Wenn der Löwe brüllt
Wenn der Löwe brüllt, haben die Kinder Hunger. Doch anders als die meisten Kinder hierzulande haben Bilali und Emanuel, die beiden Hauptfiguren dieses Buches, kein Essen, um den Löwen zufriedenzustellen – Emanuel und Bilali sind Straßenkinder in einer namenlosen afrikanischen Stadt. Wenn für sie der Löwe brüllt, müssen sie betteln gehen oder hart arbeiten, und dabei begegnen ihnen nicht nur freundliche Menschen, sondern in der überwiegenden Mehrheit unfreundliche Zeitgenossen und sogar Diebe, die ihnen ihr hart verdientes Geld gleich wieder wegnehmen.
Dass diese Geschichte nicht nur traurig ist, verdankt sie dem unerschütterlichen Optimismus ihrer beiden Protagonisten, die sich weder vom Hunger noch vom Elend unterkriegen lassen, sondern unbeirrt weiter von einem besseren Morgen träumen. Aber den größeren Verdienst an der trotz der traurigen Umstände vorhandenen Fröhlichkeit der Geschichte haben eindeutig die bunten Bilder von Barbara Nascimbeni, auf denen es so viel zu entdecken gibt, dass man schon mal vergessen kann, dass man eigentlich gerade zwei hungrigen Kindern durch die Straßen folgt.
„Wenn der Löwe brüllt“ ist eine schöne Möglichkeit, den hiesigen, mehr oder weniger verwöhnten, im Vergleich mit Bilali und Emanuel jedoch recht glücklichen Kindern klarzumachen, dass es andere auf dieser Welt gibt, denen es nicht so gut geht wie ihnen.
Und trotz dieser wichtigen Botschaft sind Emanuel und Bilali keine kleinen Moralapostel mit erhobenem Zeigefinger, sie sind und bleiben Kinder, die lachen, spielen und herumtollen – Kinder, deren ständiger Begleiter ein Löwe namens Hunger ist.